EMDR ist ein wissenschaftlich anerkanntes, traumatherapeutisches Verfahren, das zur Verarbeitung belastender oder traumatischer Erlebnisse eingesetzt wird. Die Methode unterstützt das Gehirn dabei, nicht vollständig verarbeitete Erinnerungen neu zu ordnen und emotional zu entlasten.
Während einer EMDR-Begleitung wird die Aufmerksamkeit der Patient*innen auf belastende Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen gelenkt, während gleichzeitig eine bilaterale Stimulation erfolgt – zum Beispiel durch geführte Augenbewegungen, taktile Reize oder akustische Impulse. Diese gleichzeitige Reizverarbeitung kann dazu beitragen, die emotionale Belastung zu reduzieren und die Erinnerung neu zu verarbeiten.
Ziele und Wirkweise von EMDR
- Verarbeitung und Entlastung belastender Erinnerungen
- Reduktion von emotionalem Stress, Ängsten und innerer Anspannung
- Förderung von Stabilität, Selbstregulation und innerer Sicherheit
- Stärkung von Ressourcen und Selbstwirksamkeit
- Verbesserung der Alltagsbewältigung und Lebensqualität
EMDR wird stets individuell, ressourcenorientiert und nur im stabilen Rahmen angewendet. Die Methode setzt eine sorgfältige Vorbereitung sowie eine sichere therapeutische Beziehung voraus.
In unserer Praxis wird EMDR als ergotherapeutisch begleitende Methode durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft eingesetzt. EMDR ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen und unterstützend wirken.
